Clos Vert
Clos Vert ist ein junges Projekt mit klarer Haltung, lebendig, unerschrocken mit viel Hingabe und tiefem Respekt vor Natur und Wein.
Wir würden gerne eine Möglichkeit erfinden, wie man mehr als nur zwei Hände haben könnte und dann einen "Tag der Handarbeit" einführen.
Eintrag von Helena Hebing, Tom Wehrlin & Noel Urwyler ins Planscher-Freundschaftsbuch
- Wie würdest du euer Schaffen in drei Worten beschreiben? Unerschrocken, idealistisch, geduldig.
- Wann/Wo verlierst du die Nerven? Wenn der Atomiseur nicht anspringt.
- Es ist Mitternacht, was kommt ins Glas? Champagner.
- Was ist dein Lese- oder Hörtipp rund um Wein? Inside Burgundy von Jasper Morris.
- Was ist die inspirierendste Arbeit während des Rebjahres? Die spontane Gärung.
- Was darf ein Wein nicht? Plump.
- Und was machst du, wenn du mal nicht arbeitest? Im Sommer: mittags und abends den Körper und Kopf auf Null stellen mit einem Sprung in den kühlen Bielersee! Im Winter: Füsse hoch, Freund:innen besuchen.
Am Bielersee, mit Blick auf die St. Petersinsel und die Alpen, haben Helena Hebing, Noel Urwyler und Thomas Wehrlin im Frühling 2024 ihren eigenen Weinbaubetrieb gegründet. Clos Vert ist ihr kleines grünes Refugium: ein lebendiger Rebberg, ein Ort der Vielfalt – mit Hecken, Mauern, Wiesen, und natürlich Reben. Auf 14 verstreuten Parzellen zwischen La Neuveville und Biel bewirtschaftet das Trio insgesamt 2.3 Hektaren – biologisch, in Umstellung auf Bio Suisse, ergänzt durch biodynamische Präparate, Tees und Pflanzenextrakte.
Die steilen Lagen fordern Geduld, Können und viel Handarbeit – sie sind zugleich Quelle der Inspiration und Basis für Trauben von höchster Qualität. Auch im Keller in Biel bleibt alles persönlich: spontane Gärung, schonender Ausbau auf der Feinhefe und unfiltrierte Abfüllung sind zentrale Elemente ihrer kompromisslosen Philosophie.
Im Mittelpunkt stehen Chasselas und Pinot Noir – feinfühlige Sorten, die das Terroir der Bielersee-Region auf elegante Weise widerspiegeln. Clos Vert vinifiziert sie sanft, oft in Einzellagen, um ihre Herkunft spürbar zu machen. Daneben entstehen faszinierende Gemischte Sätze, bei denen unterschiedliche Rebsorten gemeinsam gelesen und vergoren werden. Die Vielfalt beginnt hier bereits im Rebberg – und prägt die Weine auf besondere Weise.