Manimatte

Manimatte

Ein Hektar Rebberg oberhalb der Stadt wird zum Ausgangspunkt für ein Weinprojekt, das den Tessiner Weinbau neu denken will.

Kreativität, Offenheit und die Freude am Experimentieren prägen unser tägliches Schaffen.

Anna Maspoli & Luca Locatelli

Eintrag von Anna Maspoli & Luca Locatelli ins Planscher-Freundschaftsbuch

  • Wie würdest du euer Schaffen in drei Worten beschreiben? Kreativität, Spass, Offenheit.
  • Wann/Wo verliert ihr die Nerven? Bei veralteten Vorschriften, welche die Innovationskraft behindern.
  • Es ist Mitternacht, was kommt ins Glas? Pet Nat.
  • Was ist die inspirierendste Arbeit während des Rebjahres? Die Pflanzen nach dem Winter.
  • Was darf ein Wein nicht? Jedes Jahr genau gleich sein.
  • Und was machst du, wenn du mal nicht arbeitest? Draussen chillen und neue Orte entdecken.
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Manimatte
Bellinzona TI

Bellinzona, 2021: Aus einer Gelegenheit wird eine Vision. Ein Hektar Rebberg oberhalb der Stadt wird zum Ausgangspunkt für ein Weinprojekt, das den Tessiner Weinbau neu denken will – gemeinschaftlich, naturnah und mit grossem Respekt vor der Landschaft.

Manimatte ist das Herzensprojekt von Anna und Luca. Was mit einem einzelnen Rebberg begann, ist inzwischen zu einem kleinen Team und rund drei Hektaren gewachsen. Seit 2024 sind auch Joel und Claudia Teil davon. Gemeinsam bewirtschaften sie terrassierte «heldenhafte Rebberge», die nur von Hand bearbeitet werden können und das Landschaftsbild des Bellinzonese seit Generationen prägen.

Im Zentrum stehen pilzwiderstandsfähige Rebsorten wie Johanniter, Satin Noir oder Souvignier Gris. Dazu kommen viele weitere PIWI-Sorten, die Raum für Experimente schaffen – im Rebberg wie auch im Keller. Gearbeitet wird biologisch, mit möglichst wenigen Eingriffen, viel Handarbeit und einem klaren Fokus auf Biodiversität und gesunde Böden.

Auch im Keller bleibt die Handschrift konsequent: spontane Vergärung mit natürlichen Hefen, minimale Intervention und Weine, die ihre Herkunft unverfälscht zeigen. Manimatte versteht Weinbau nicht nur als Landwirtschaft, sondern als Teil eines regenerativen Netzwerks – für lebendige Böden, erhaltene Kulturlandschaften und Menschen, die im Einklang mit der Natur arbeiten möchten.

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